18WEST – Songs für den Untergang

18WEST – Songs für den Untergang

Komposition: Julia Mihály

Mitwirkende:
Martin Lorenz: Schlagzeug, Percussion, Gesang
Sebastian Hofmann: Schlagzeug, Percussion, E-Bass, Gesang
Julia Mihály: Gesang, E-Gitarre, Live-Elektronik

Die Planungen zur Startbahn 18 West des Frankfurter Flughafens führten ab 1979 zu einer massiven Protestwelle und einer der größten Bürgerbewegungen der Bundesrepublik Deutschland. Als ein 1980 auf dem Areal der heutigen Startbahn West errichtetes Hüttendorf am 2. November 1981 geräumt wurde, eskalierten in mehreren Städten Deutschlands Proteste. In den folgenden Jahren entwickelte sich eine zunehmend ruhiger werdende Widerstandskultur, bis am 2. November 1987 während einer Demonstration zum 6. Jahrestag der Räumung des Hüttendorfes zwei Polizisten von einem Demonstranten erschossen wurden.
Zivilgesellschaftlicher Protest ist eine Form von demokratischer Interaktion zwischen Herrschenden und Beherrschten, die sich seit je her auch in politischen Liedern ausdrückt. Sowohl auf textlicher als auch auf musikalischer und performativer Ebene soll mit den 18WEST – Songs für den Untergang das Spannungsfeld von Agitation und Protest reflektiert und Zugehörigkeits- und Solidaritätsstrukturen erprobt werden.
Wir setzen uns ins Epizentrum des Protestes, wir üben die Revolution – das Publikum zieht ein ins Hüttendorf.

Ein Kompositionsauftrag von Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste, Uraufführung im Rahmen des Tonlagen – Festivals 2019.

Weitere Informationen: https://www.hellerau.org/de/event/julia-mihaly-18west/